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Der Strumpfweg – wie die Marburger warme Füße bekamen

16. April @ 14:30 - 16:45

Die VHS Marburg-Biedenkopf bietet einen neuen, spannenden Film von Karl Krantz an.

Das ungünstige Klima, die kargen Böden und die kleinteilige Landwirtschaft machten das Überleben im Hinterland früher sehr schwer. Im 19. Jhd. kamen noch zwei große Hungersnöte dazu was zu Folge hatte, das Tausende ihre Heimat verließen und nach Amerika auswanderten. Andere führten ein entbehrungsreiches Leben als Wanderarbeiter, und die Daheimgebliebenen verschafften sich einen Nebenverdienst durch das Stricken.

Tausende Socken und Strümpfe wurden von Alt und Jung, von Kindern und Greisen gestrickt und nach Biedenkopf gebracht, wo sie von Händlern, den Strompmännern, aufgekauft und zu den großen Wollmärkten z.B. nach Worms, Speyer, Mainz und anderen Orten transportiert wurden. Ein kurzer Strumpfweg führte von Biedenkopf nach Marburg.

Teilweise verlief er parallel zum Elisabethenpfad (Marburg- Kloster Altenberg) bzw. dem Totenweg von Ockershausen nach Oberweimar. Diese historisch bedeutenden Wege werden ebenfalls im Film vorgestellt. Aufnahmen verschiedener Orte, vom Hinterland bis zum Marktplatz in Marburg, sowie die Entwicklung vom Handstricken bis zur ersten Strickmaschine, und Interviews mit Personen die sich noch an diese Zeit erinnern können, runden das Thema ab.

Bild: Gemini KI generiert

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