Das andere Gesicht Syriens ...

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Das andere Gesicht Syriens im Spiegel der Werbegrafiken von Maher Albayer Almokdad

Der Cölber Arbeitskreis Flüchtlinge e.V. (CAF) präsentierte in Zusammenarbeit mit der VR Bank Hessenland die Ausstellung „Das andere Gesicht Syriens im Spiegel der Werbegrafiken von Maher Albayer Almokdad“ in der Filiale Cölbe vom 1.–30.12.16. Jetzt können Sie die Werbegrafiken in einer Web-Bildergalerie anschauen.

Vor Tod und Zerstörung floh Maher Albayer Almokdad aus Syrien nach Deutschland. Im Gepäck rettete er auch eine kleine Festplatte mit Arbeiten aus den letzten Jahren als Werbegrafiker in einer großen Medienfirma in Damaskus.

Kunstvoll und virtuos kreiert er glanzvolle Bilder von Sehnsüchten und Wünschen in einer Welt voller sinnlicher Genüsse – des Kaffees und der Süßigkeiten. Die verführerischen Verpackungen scheinen aus dem Märchen von Tausendundeinenacht entsprungen zu sein. Mit seinen Logos gibt er Unternehmen ein ausdrucksstarkes Gesicht.

Der Stammbaum einer syrischen Familie, der bis 1500 zurückführt, zeigt beispielhaft wie lange die Wurzeln einer bedeutenden Kulturnation reichen.

Orientalische Symbole und die arabische Typografie verleihen den Werbebotschaften von Maher Albayer Almokdad einen eigenen unverwechselbaren Charakter. Sie sind auch Ausdruck einer alten, faszinierenden Kultur. In Syrien befinden sich einige der wichtigsten Kulturdenkmäler des Orients und der ganzen Welt.

Mahers exotische Werbeversprechen spiegeln eine orientalisch-syrische Lebenswelt wieder, die in unserer Wahrnehmung durch die täglichen Bilder von Krieg und Zerstörung verschüttet wurden.

Ein mahnendes Poster zum Giftgasangriff von Ghuta 2013, bei dem 1300 Menschen, vor allem Kinder, getötet worden, weist in der Ausstellung schließlich auf den Schrecken des grausigen Bürgerkrieges hin.

Maher Albayer Almokdad hat in seinem Kopf einen reichen Bilderschatz aus Syrien mit zu uns gebracht. Zusammen mit seiner spielerischen Virtuosität der digitalen Bildgestaltung und -bearbeitung ist er eine Bereicherung auch für unser Land. Nach absolviertem Integrationskurs im nächsten Frühjahr wird er seinen Weg in die Medienwelt finden.


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