Bio-Siegel für Lebensmittel im Vergleich

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Die meisten Lebensmittel aus konventioneller Landwirtschaft sind so stark mit Rückständen von Insekten- und Unkratvernichtungsmitteln belastet, dass sie nicht als Säuglingnahrung verkauft werden können. Im Unterschied dazu halten 95% der ökologisch erzeugten Produkte den Grenzwert für Säuglingsnahrung ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Pestizid-Experten Lars Neumeister im Auftrag der Grünen im Bundestag (2016, PDF). Ein guter Grund beim Einkauf auf Bio-Siegel zu achten.

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Alnatura – Der Großanbieter
Jedes der über 1.000 Produkte stammt aus kontrolliertem Ökolandbau, bevorzugt von den Verbänden Demeter, Bioland und Naturland. Produktion ohne Zusätze wie beispielsweise modifizierte Stärke und künstliche Konservierungs-, Farb- oder Aromastoffe. Zusätzliche unabhängige Qualitätskontrollen.

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Bioland – Die Anführer
Größter Verband, strengere Richtlinien als EU-Ökoverordnung. Maximale Tierzahl pro Hektar: 140 Legehennen, 280 Masthühner oder zehn Schweine – dabei wird auf widerstandsfähige Rassen geachtet. Nachhaltiger Ackerbau mit wechselnden Feldfrüchten statt Kunstdünger und Pestiziden.

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Demeter – Die Anthroposophen
Deutschlands ältestes Biosiegel. Geht über die EU-Ökoverordnung hinaus: nur 13 Zusatzstoffe erlaubt, kein Enthornen von Rindern, Transportweg der Tiere zum Schlachten höchstens 200 Kilometer, ausschließlich Biotierfutter. Außerdem anthroposophische Grundsätze wie Orientierung an Mondphasen.

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EU-Bio-Logo – Das Minimum
2010 europaweit eingeführt, gesetzlicher Minimalstandard für Bio innerhalb der EU. Fünf Prozent der Zutaten und zehn Prozent des Schweine- und Geflügelfutters aus konventionellem Anbau erlaubt. Maximale Tierzahl pro Hektar: 230 Legehennen, 580 Masthühner, 14 Schweine.

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BIO-Siegel – Der Klassiker
2001 in Deutschland eingeführt, steht ebenfalls für den EU-Standard – unter anderem sind knapp 50 Zusatzstoffe erlaubt, ebenso wie maximal 0,9 Prozent gentechnisch veränderte Zutaten. Das staatliche Siegel ist mittlerweile nur noch in Kombination mit dem EU-„Blattlogo“ (siehe EU-Bio-Logo) erlaubt.

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Naturland – Das Vielfältige
Deckt auch Bereiche ab, die in der EU-Ökoverordnung nicht geregelt sind: zum Beispiel ökologische Waldnutzung oder Textil- und Kosmetika-Herstellung. Berücksichtigt wird auch die soziale Verantwortung, es gibt Richtlinien für den Umgang mit Mitarbeitern und Handelspartnern.